Hier finden Sie Informationen über die Ausstellungen des Ateliers.

Regierung von Oberfranken, Bayreuth, 2019

 

Die Ausstellung in Ihren Räumen hat konzeptionell als Ziel vor Augen, künstlerische Talente des
„Atelier Lebenskunst“ vorzustellen und diese mit ihren aussagekräftigsten Werken zu
präsentieren. Diese Talente sollen räumlich verdichtet hängen, damit deren Ausstrahlung wirken
kann und die Künstlerpersönlichkeit zum Tragen kommt und sich darüber hinaus sogar eine
künstlerische Entwicklung dem Betrachter erschließen kann. Von Vorteil ist, dass ausgereifte
Arbeiten zum Tragen kommen und die Ausstellungsflächen insgesamt von einem sowohl
hochwertigen und gleichzeitig anregenden Gesamtbild profitieren.

Bilder der Ausstellung

im Kunstraum Kesselhaus, Bamberg
18. Mai bis 5. Juni 2017

Unermesslich (wie das Leben) ist die Kunst.

 

Die Ausstellung zeigte Bilder.
Die Bilder wurden von Künstlern gemalt. 
Einige Künstler haben eine Behinderung. 
Einige Künstler haben keine Behinderung. 
Das wird nicht zu den Bildern dazu gesagt. 

 

 

Die Ausstellung LebensKUNST will aktuelle Kunst präsentieren, Kunst von heute, die von Künstlern mit und ohne Behinderung aus Bamberg bzw. in Bamberg geschaffen wurde. Der Betrachter soll keinerlei Handreichung auf eine etwaige Behinderung des Künstlers erhalten, sondern sich den Werken distanzlos als Ausdruck künstlerischen Schaffens widmen können. 
Auf diesem Weg darf die grundsätzliche Frage nach dem gesellschaftlichen Stellenwert von Kunstwerken erörtert werden. Eingefahrene Sichtweisen zwischen „behinderter“ und „nichtbehinderter“ Kunst – und noch grundsätzlicher – die Unterscheidung zwischen Künstlern mit und ohne Behinderung dürfen in Frage gestellt werden. 
Das Atelier LebensKUNST der Lebenshilfe Bamberg e.V. setzt sich somit vorbehaltlos dem Kunstliebhaber und der Kunstszene aus. Dies dürfte deutschlandweit erstmalig sein.

Bilder der Ausstellung

Welcher Künstler ist schon normal?

Im Kesselhaus stellen behinderte und nichtbehinderte Künstler gemeinsam ihre Werke aus.

Viele Maler hatten einen kleinen Dachschaden. Francisco de Goya, Edvard Munch, Vincent van Gogh sowieso. Bipolare Störung. Nora Gomringer führt sie in einer viel längeren Liste großer Künstler, Michael Jackson gehört noch dazu und Ernest Hemingway. Künstler, die ewig Währendes hinterlassen haben und mit einer seelischen Disposition durch die Welt gingen, Menschen, die eben nicht ganz „normal“ waren.

Was das heißen soll, „normal“, ist sicher auch eine der Fragen, die die Ausstellung „Lebenskunst“ der Offenen Behindertenarbeit Bamberg stellt. Am Eingang haben sich Klaus Katscher und Harald Rink postiert, um, mittels Normalitätsscanner, zu überprüfen, welche Behinderungen die Vernissage-Gäste mitbringen. Mit Senk-Spreizfuß und Rückenleiden bekommt man das „Visum zur Lebens-Kunst“ gerade so ausgestellt. Eine Dame führt an, dass sie häufig ihren Kamm nicht findet, ein junger Mann berichtet von „Matsch im Kleinhirn“. Damit ist er hier gern gesehen.

Nur mit Visum dürfen die Besucher die Ausstellung im Kesselhaus überhaupt betreten. Es wird vom „Ministerium für Lebens-Kunst und Vielfalt“ ausgestellt. Der Eintritt in das Land der Lebens-Kunst könne die Lebens-Einstellung verändern, heißt es. Bedingung für den Aufenthalt ist, mit allen Menschen „freundlich, respektvoll und tolerant“ umzugehen.

Insgesamt 21 Künstler stellen im Kesselhaus ihre Bilder aus, Menschen mit und ohne Behinderung. Eine „Versuchsanordnung“ nennt Nora Gomringer die Ausstellung in ihrer Begrüßungsrede. Ein Versuch mit dem Wunsch der „absoluten Wahrnehmung“. Es geht nicht um die Namen derjenigen, die hier ausstellen und eben auch nicht darum, ob sie in einer Lebenshilfe-Werkstatt arbeiten oder als Künstler.

Seit drei Jahren unternimmt die Lebenshilfe ein Programm zur Begabtenförderung. Zwei Stunden pro Woche malt unter anderem Michael Knobel mit den Künstlern aus den Werkstätten. Im Gespräch mit Harald Rink erklärt der künstlerische Pate, warum eine solche Ausstellung nicht einfach nur schön, sondern wichtig ist: „Unser Bewertungssystem für Kunst stammt noch aus dem 19. Jahrhundert. Erst jetzt kommen wir dazu, diese Dinge gleichwertig zu betrachten.“ Im künstlerischen Ausdruck unterschieden sich behinderte nicht von nichtbehinderten Malern. Allein die technische Raffinesse mache den Wert eines Werks nicht aus.

Frank Licht drückt mit seinen zurückhaltenden Himmelsbildern sein Innerstes aus. Für ihn ist Kunst ein Weg, „dass die Leute sehen können, was einem Menschen in der Seele steckt.“ Ein Leben ohne Kunst sei für ihn nicht vorstellbar, weshalb er sich wünscht, dass das Projekt weiterläuft, solange es die Lebenshilfe gibt. Philippe Eulig präsentiert im Rahmen der Vernissage nicht nur seine expressionistischen Farbspiele, sondern auch sein Talent am Saxophon.

Gemeinsam mit Christian Reinhard nimmt er die Besucher mit auf eine Reise, die zu „grooveigen Inseln“, in Unterwasserwelten, zu den Walen, und zurück ins Kesselhaus führt. Mal duellieren sich die beiden Saxophone mal brummen sie synchron, mal lässt Reinhard Eulig allein auf der Bühne, wo er sich mit geschlossenen Augen in sein eigenes Spiel fallen lässt. Die großartige Akustik im Kesselhaus verstärkt den teils ausufernden Jazz zusätzlich, die Musik scheint von überallher zu kommen.

Die Besucher sind umgeben von Bildern und eingehüllt in Klang. So ähnlich muss das gemeint gewesen sein, als Nora Gomringer sagte: „Ein Leben in der Kunst ist möglich, wenn wir ihr trauen.“

Die Ausstellung „Lebenskuns“ im Kesselhaus, Untere Sandstraße, läuft bis zum 5. Juni. Öffnungszeiten: freitags 15 bis 18 Uhr, samstags, sonntags, feiertags 11 bis 18 Uhr. Kostenlose Führungen durch ausstellende Künstler: 16 Uhr.

Artikel von: Andreas Thamm;  Veröffentlicht von: Fränkischer Tag

„War hier und fand es großartig“  H.L.

 

„Super tolle Ausstellung, bunt und crazy“  – M.H.

„Ganz gaaaaanz tolle Ausstellung – Wahre Künstler!“

– Die M aus Landau/Pfalz auf ihrer Main Radtour

„Es war sehr schön, weil es so leer war aber auch irgendwie total toll und auch auf eine gewisse Art voll. Am besten 

gefallen haben mir, das Videozelt mit den pickenden Hühnern. Das Lego anstelle eines Türrahmens war auch richtig toll.“ – Amelie

„Großes Kompliment an alle beteiligten KünstlerInnen. Diese Ausstellung ist traumhaft! Beide Daumen hoch!“ –Astrid und Christina

„Für uns und andere wichtig zu wissen, dass Schöpfungskraft überall ist.“ – Volker und Dörte

„Sehr facettenreich, kraftvoll, anregend, vielfältig, Danke! – G.

„Farbenfroh, vielfältig und bunt – so wie diese Künstler eben sind. Ganz toll.“  – Antje

„Danke für diese beeindruckende Ausstellung. Sehr inspirierend! – P.

„Faszinierende und froh machende Ausstellung. Der Nabel der Welt hat mich besonders beeindruckt.“-H.S.

„Die Ausstellung bringt einen zum Staunen“ -Regina

„Großartig, Bitte öfter und mehr“ – K.T.

„Herzlichen Dank für die kunstvollen Eindrücke und die Kunst zum Mitnehmen. Wir sind mit dabei und eingetreten ins 

Land der Lebenskunst. Fröhliche Begegnungen.“ – Birgit, Margit, Hildegard

„Eine wunderbare Ausstellung – Kunst als Ort der Freiheit und nicht dem Optimierungswahn unterworfen.“ – Marlene

„Tolle Ausstellung – mehr davon. Das sind die richtigen Wege zur Inklusion.“ – O.D.

„Schön zu sehen, was in Menschen steckt, die anders sind“ – T.

„Bilder voller Leben und Dynamik kommen an diesem Ort sehr schön zur Geltung“ – Petra und Heike

„Ich bin beeindruckt von dieser Farbenvielfalt“ – Heidi

„Wir haben ein Stück Lebenskunst in uns aufgenommen. Sehr schön. Vielen Dank den Künstlern“

2012
15.07. – 04.11.2012,

Historischen Museum der Stadt Bamberg, Domplatz 7

 

BIG BAM BOOM ist ein besonderes Kunstprojekt, das zur Entdeckung und Erforschung eines fantasiereichen Kunst-Universums einlädt – der Outsider Art.

Ein Ausstellungsprojekt der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg
in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Bamberg und akku e.V.

 

Künstler im Atelier Lebenskunst